Geld & Alltag
Dispo loswerden: So kommst du Schritt für Schritt aus dem Minus
7. August 2026 · 6 Min. Lesezeit
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Schulden abbauen: Überblick gewinnen
Der Dispo ist oft Teil eines größeren Bildes – hier bekommst du den geordneten Gesamtüberblick.
Ratgeber öffnenDas Konto ist im Minus, und irgendwie bleibt es dort – der Dispo macht genau das leicht. Er ist bequem, gehört aber zu den teuersten Formen, sich Geld zu leihen. Die BaFin bezeichnet ihn als die teuerste Möglichkeit, kurzfristig Geld zu leihen, und rät, ihn nur für vorübergehende Engpässe zu nutzen.
Aus dem Dauer-Minus kommst du selten mit einem großen Schritt, sondern mit einem Plan. Dieser Ratgeber zeigt dir, wie du den Dispo ruhig und Stück für Stück reduzierst – ohne ihn nur durch andere Schulden zu ersetzen.
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Was ein Dispo ist
Ein Dispositionskredit – kurz Dispo – ist eine eingeräumte Kontoüberziehung: Deine Bank erlaubt dir, das Girokonto bis zu einer vereinbarten Grenze zu überziehen. Davon zu unterscheiden ist die geduldete Überziehung, bei der die Bank eine Überziehung ohne vorherige Vereinbarung zulässt – sie ist meist noch teurer.
Warum Dispozinsen teuer sein können
Die Zinsen für den Dispo sind variabel und können von der Bank jederzeit angepasst werden. Sie liegen häufig im zweistelligen Bereich – die Verbraucherzentrale nennt im Schnitt rund zehn Prozent, oft fast doppelt so hoch wie ein normaler Ratenkredit. Wer dauerhaft im Dispo ist, zahlt darum spürbar drauf, ohne dass die eigentliche Schuld kleiner wird.
Den Dispo nicht ignorieren
Ein Dispo ist kein Puffer, sondern ein laufender Kredit. Der erste Schritt ist, den aktuellen Zinssatz und die Höhe deines Minus zu kennen – frag notfalls bei deiner Bank nach. Erst wenn du die Zahlen kennst, kannst du den Abbau planen.
Einen Rückzahlungsplan machen
Lege einen realistischen monatlichen Betrag fest, mit dem du das Minus Stück für Stück verringerst, und richte dafür am besten einen Dauerauftrag oder eine feste Übertragung ein. Auch kleine, aber regelmäßige Beträge bringen dich Richtung Null – wichtig ist, dass der Saldo verlässlich sinkt und nicht durch neue Ausgaben wieder wächst.
Das Gespräch mit der Bank suchen
Bei einem dauerhaft überzogenen Konto kann sich ein Gespräch mit der Bank lohnen. Manche Institute bieten an, einen dauerhaften Dispo in einen günstigeren Ratenkredit umzuwandeln – mit festen Raten und niedrigerem Zins. Ob das für dich sinnvoll ist, hängt von den Konditionen ab; rechne es genau durch und lass dich nicht zu einem teuren Zusatzprodukt drängen.
Nicht mit neuen Schulden überdecken
Der Dispo verschwindet nicht, wenn du ihn mit einem Konsumkredit oder Ratenkäufen zuschüttest – dann hast du nur mehrere Schulden statt einer. Sinnvoll ist der umgekehrte Weg: Ausgaben senken, den Dispo gezielt zurückführen und neue Minusphasen durch einen kleinen Puffer vermeiden.
Schritt für Schritt
Zahlen klären
Erfrage den aktuellen Dispozins und die Höhe deines Minus.
Rate festlegen
Bestimme einen festen monatlichen Betrag, mit dem du das Konto ausgleichst.
Automatisieren
Richte einen Dauerauftrag ein, der regelmäßig Richtung Null zurückführt.
Puffer aufbauen
Lege nach und nach eine kleine Rücklage an, damit du nicht gleich wieder ins Minus rutschst.
Worauf du achten solltest
Prüfe, ob ein günstigerer Ratenkredit die teuren Dispozinsen wirklich senkt – aber nur, wenn du den Dispo danach nicht sofort wieder nutzt. Behalte im Blick, dass die Dispozinsen variabel sind und sich ändern können. Und denk daran: Dieser Ratgeber ist eine allgemeine Orientierung, keine individuelle Finanzberatung.
Häufige Fehler
- Den Dispo als normales Guthaben behandeln, statt ihn als teuren Kredit zu sehen.
- Nur die Zinsen tragen, ohne den eigentlichen Minusbetrag abzubauen.
- Den Dispo mit einem neuen Konsumkredit oder Ratenkäufen überdecken.
- Nach dem Ausgleich sofort wieder ins Minus rutschen, weil kein Puffer da ist.
Häufige Fragen
Wie hoch sind Dispozinsen?
Sie sind variabel und je nach Bank unterschiedlich, liegen aber häufig im zweistelligen Bereich. Die Verbraucherzentrale nennt im Schnitt rund zehn Prozent – oft fast doppelt so hoch wie ein Ratenkredit. Den genauen Satz erfährst du bei deiner Bank.
Was ist der Unterschied zwischen Dispo und geduldeter Überziehung?
Der Dispo ist eine vorher vereinbarte Kontoüberziehung bis zu einer festen Grenze. Eine geduldete Überziehung erlaubt die Bank ohne Vereinbarung, und sie ist in der Regel noch teurer.
Sollte ich den Dispo in einen Ratenkredit umwandeln?
Das kann sich lohnen, wenn der Ratenkredit deutlich günstiger ist und du den Dispo danach nicht wieder nutzt. Rechne die Konditionen genau durch und entscheide ohne Druck.
Wie werde ich den Dispo am schnellsten los?
Indem du den Zinssatz und dein Minus kennst, einen festen Rückzahlungsbetrag einrichtest und Ausgaben so anpasst, dass der Saldo verlässlich sinkt. Ein kleiner Puffer schützt vor dem nächsten Minus.
Ist ein Dispo schlecht für die Bonität?
Ein eingeräumter Dispo allein ist normal. Kritisch wird es eher, wenn du ihn dauerhaft ausschöpfst oder Zahlungen platzen. Sichere Aussagen über deine Bonität kann dir nur die jeweilige Auskunftei geben – deine Daten darfst du kostenlos einsehen.
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Schulden abbauen: Überblick gewinnen
Der Dispo ist oft Teil eines größeren Bildes – hier bekommst du den geordneten Gesamtüberblick.
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